Kolpings-Stiftungsfest mit Neuwahlen der Vorstandschaft
"Jeder ist für seine Rose verantwortlich" - "Gott stellt jeden dahin, wo er ihn braucht!"
Nach dem Gottesdienst zum Kolpingsstiftungsfest, den die Kopingsbrüder Pfr. i.R., Clemens Bombeck, Josef Dantas und Dekan Stefan Wingen zelebrierten, trafen sich die Kolpingsgeschwister im Johanneszentrum / Kolpingshaus zur Mitgliedervesammlung.
Der noch amtierende Vorsitzende begrüßte die Geistlichen, Ehrenvorsitzenden Franz Nüßlein, alle Kolpingsgeschwister und die amtierenden Mandatsträger des Bezirkstages, des stv. Landrats, des Kreistags sowie Stadtrats. Zudem gratulierte er den neu gewählten Mitgliedern in diesen Ämtern sowie den beiden neu gewählten Pfargemeinderäten der Stadtkirche Ulrike Bergmeir und Jonas Gerngroß.
Nach dem Gedenken der 11 verstorbenen Mitgliedern seit der vorjährigen Mitgliedervesammlung legte Spies den Rechenschaftsbericht vor.
Schwerpunkte der vergangenen Leigislaturperiode lagen im Aufbau einer Kolpingjugend, die derzeit bei 10 Mitgliedern liegt, dem Aufbau der Kontakte zur Partnerstadt Mistelbach, dem näheren "Zusammenrücken" mit dem Frauenbund, der Vorbereitungen der Passionsspiele 2029, der regelmäßigen Mitgliederinformation über den E-Mail-Verteiler sowie Social media. Zudem sei die Homepage immer auf dem aktuellen Stand. Er bedauerte, dass es bisher nicht gelungen sei, eine Familiengruppe zu initiieren. Der Themenschwerpunkt der Veranstaltungen lag insbesondere in ethischen Themen wie "Aufgaben des Ethikforums", "Leistungen der Pflegeversicherung", dem "Assistierten Suizid", ...).
Der Theatergruppe dankte er insbesondere für die hohe Qualität, die sich weit im Landkreis herumspricht, sowie die daurch bedingte Aufbesserung der Ertragslage der Kolpingskasse.
Mit dem Zitat aus dem Kleinen Prinz von Antoine de Saint Exupery "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast, Du bist für deine Rose verantwortlich". Mit diesen Worten dankte er den Vorstandsmitgliedern des scheidenen Vorstands sowie allen Kolpingsgeschwistern, die sich in irgeendeiner Weise bei Kolping einbringen. Mit diesem Zitat wünschte er auch seiner Nachfolgerin Maria Hierl ein glückliches Händchen. Sie sei jetzt für diese Rose verantwortlich. Der scheidende Vorsitzende hat eine neue Rose übertragen bekommen, die Organisationsleitung der Passionsspiele 2029. Diese werde er genau so gut pflegen wie die Funktion als Vorsitzender der Kolpingsfamilie.
In den neuen Vorstand wurden gewählt:
- 1. Vorsitzende Maria Hierl
- 2. Vorsitzende Ulrike Bergmeir
- Präses Dekan Stephan Wingen
- Vizepräses Pfr. i.R. Edmund Wolfsteiner
- Kassier Reinhard Salzer
- Schriftführer Günter Schubert
- Beisitzer Kathi Weber
- Beisitzer Franz Ebenhöch
- Beisitzer Stephan Spies
- Beisitzer Jonas Gerngroß
- Kassenprüfer Iberl Fritz
- Kassenprüfer Helmut Jawurek
Die Kolpingjugend wird im Vorstand vertreten durch
- Valerian Seitz

Die nicht ganz vollständige Vorstandschaft:
v.l.: Jonas Gerngroß, Franz Ebenhöch, Fritz Iberl, Reinhard Salzer, Maria Hierl, Ulrike Bergmeir, Stephan Wingen, Kathi Weber, Stephan Spies
Die neu gewählte Vositzenden, Maria Hierl, mit ihrer Rede zu den Kolpingsgeschwistern:
„Gott stellt jeden dahin, wo ER ihn braucht.“
Liebe Kolpingschwestern und -brüder,
mit obigem Zitat Adolph Kolpings möchte ich mich gerne bei Euch vorstellen.
Ursprünglich komme ich aus der KF Lauterhofen und bin erst vor ca. 11 Jahren nach Neumarkt zurückgekommen, nachdem ich mein Berufsleben in Mittelfranken verbrachte. Bei Kolping hatte ich schon viele Aufgaben inne. Aber die Leitung einer Kolpingsfamilie gehörte nicht zu meiner Lebensplanung.
Meine Kolping-DNA habe ich tatsächlich bei Euch hier in Neumarkt aufgedrückt bekommen. Bei 125-Jahr-Feier der KF Neumarkt konnte mir ein Kolpingsbruder mit einem einfachen Satz die Charta der Kolpingsfamilie erschließen.
„Bei Kolping gibt es keine Herren und Damen, es gibt nur Schwestern und Brüder.“
Dieser Satz hat mich seither begleitet und geprägt. Bei Kolping muss man sich aufgehoben fühlen, wie in einer Familie, sonst stimmt etwas nicht. Bei Kolping muss man gemeinsam feiern und beten können, auch miteinander streiten soll man dürfen um sich anschließend wieder in die Augen zu sehen und sich zu vertragen.
Kolping steht als kirchlicher Familienverband auf dem Fundament der katholischen Soziallehre. Es ist der Ort, an dem wir als Solidargemeinschaft unseren Glauben leben und uns ganz konkret für Kirche und Gesellschaft engagieren können. Wir bieten ein Rezept gegen Resignation und Hoffnungslosigkeit in diesen schwierigen Zeiten.
Dafür mache ich mich stark. Aber ich kann das nicht allein. Ich brauche dazu Eure Hilfe. Deshalb meine Bitte an Euch: Geht auf mich zu, denn die wenigsten von Euch kenne ich wirklich schon. Bringt Eure Wünsche und Eure Ideen, aber auch Eure Kritik ein. Kommt zu unseren Veranstaltungen. Lasst die neue Vorstandschaft und mich nicht hängen. Nur gemeinsam sind wir stark.
Seid auch der Jugend ein gutes Vorbild. Denn es ist uns eine besondere Freude, dass wir nach vielen Jahren endlich wieder eine aktive und sehr rührige Gruppe Junge Erwachsene haben. Das lässt uns hoffen und neu aufbrechen.
Besonders danken möchte ich auf diesem Weg Stephan Spies für die sehr gute Arbeit der vergangenen Jahre.
Danken möchte ich aber auch Herrn Pfarrer Stefan Wingen, der sich als neuer Präses zur Verfügung stellt und Herrn Pfarrer i. R. Edmund Wolfsteiner, der uns als Vizepräses und Geistlicher Begleiter zur Seite stehen wird. Unserem ehemaligen Präses, Pfarrer Norbert Winner danke ich nicht nur ganz herzlich für die vielen Jahre als Präses. Ich wünsche ihm auch Gottes Segen, alles Gute und noch viel Gesundheit, um unsere Treffen auch im Ruhestand noch besuchen zu können.
Bis hoffentlich recht bald
TREU KOLING
Eure Maria Hierl
Mit dem gemeinsam gesungenen Kolpinglied endete die Vorstandssitzung.