Passionsspiel in Feldkirchen bei Graz
"Das größte aber ist die Liebe"
Im Rahmen des Treffens der österreichischen Passionsspielorte der Europassion, das jährlich an wechselnden Orten stattfindet und zu dem auch die deutschen Passionsspielorte eingeladen sind, waren wir zu Besuch in Feldkirchen bei Graz zum dortigen Passionsspiel.
Noch am Freitagnachmittag bekamen wir eine interessante Führung in der Firma Grapos, Hersteller und Vertrieb von Getränkesirups und dem gesamten Sortiment von Gläsern bis hin zur individuell konzipierten Schankanlage. Dieser versorgt die Passionsspieler und Besucher mit seinen alkoholfreien Getränken.
Beim anschließenden Abendessen wurden wir begrüßt von den Organisationsleitern Alfred und Christoph Scharl, dem Bürgermeister Erich Gosch, der als Hoher Priester Kajaphas im Passionsspiel mitwirkte, und dem Ländervertreter der Österreichischen Europassionsorte Wolfgang Miehl. Am Abend konnten wir uns in vielen Gesprächen mit Teilnehmern aus 12 Passionsspielgruppen (acht aus Österreich, zwei aus Deutschland und eine aus Beelgien) austauschen.
Am Samstag hatten wir im Flughafen Graz (Feldkirchen) eine Führung, auch in sonst nicht zugängliche Bereiche wie die Betriebsfeuerwehr.Bei der Feuerwehr Feldkirchen wurden wir mit einer Steirischen Jause zum Mittagessen verpflegt.
Am Nachmittag konnten wir mit Roswitha Scharl die vor kurzem renovierte Pfarrkirche St. Johannes in Feldkirchen besichtigen. Dort bekamen wir auch eine Einführung in die Passion durch Hans Perstling, der federführend in Text und Regie verantwortlich ist.
Der Leitgedanke dieses Spieles ist „Das größte aber ist die Liebe".
Unter diesem Aspekt erlebten wir anschließend das Passionsspiel als Höhepunkt unseres Besuchs.

Bild: Einzug in Jerusalem
Die Aufführung fand im Pfarrsaal mit ca. 220 Besuchern statt, die durch die Nähe zur Bühne und auch Szenen, die aus dem Zuschauerbereich geführt wurden sehr beeindruckend war. Eine einfache Ausstattung der Bühne, der Kostüme und rasche Übergänge der Szenen zeigten ein berührendes Passionsspiel.

Bild: Jesus heilt den blinden Bettler
Sieben Dialoge unterbrechen das Spiel als Momente des Innehaltens, fragen nach der Bedeutung des Geschehens und zeigen, wie aktuell die Passion ist.
Das Auftreten des Chores ist oft als Teil der agierenden Menschenmenge gestaltet. Die Lieder zeugen von großer Hoffnung, zuversichtlichem Gottvertrauen und starkem Glauben.

Bild: Das Abendmahl

Bild: Die Fußwaschung
Das abschließende „Auferstehungslied“ wurde von Chor und Zuschauern gemeinsam gesungen. Es begleitet die Hoffnung der BesucherInnen nach Hause in den Alltag zurück.
Beim gemeinsamen Abendessen, das auf Einladung von der Gemeinde ausgetragen wurde, konnten wir uns mit Verantwortlichen und Spielern in interessanten Gesprächen austauschen.
Nach dem Sonntagsgottesdienst verabschiedeten wir uns von den Gastgebern und der Gruppe, bereichert durch das gemeinsam Erlebte.

Bild: Die Neumarkter Delegation mit den Verantwortlichen der Passionsspiele in Feldkirchen